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Lass mich dich noch einmal leise über das Parkett tapsen hören
Lass mich dich noch einmal um die Ecke streichen sehen
Lass mich dich noch einmal deine Krümel knuspern hören
Lass mich dir noch einmal über dein weiches Fell streicheln, vom Kopf bis zur Schwanzspitze
Lass mich noch einmal aufschrecken, wenn du Motten jagst, mitten in der Nacht
Lass mich die Schranktüren noch einmal klappern hören
Lass mich noch einmal von deinem Teppichflappen genervt sein
Lass mich noch einmal dein tiefes, entspanntes Brummen hören

Bounce noch einmal mit deinem Kopf gegen mich
Kipp noch einmal mit dem ganzen Katzenklo um
Spring noch einmal auf das Waschbecken
Trink noch einmal aus dem Wasserhahn
Kratz noch einmal an der Tür
Stürz dich noch einmal auf die Tropfen in der Dusche
Komm noch einmal über mein Bett gestiefelt
Halt mir noch einmal deinen Hintern ins Gesicht, morgens, kurz vor fünf, wenn dir langweilig wird
Kuschle noch einmal auf der Decke abends auf dem Sofa

Lass uns noch einmal „alle drei zusammen“ spüren

Feininger 23.04.2004 – 24.03.2016
lovliest cat ever
Mögest du an einem sonnigen, warmen Plätzchen ruhen
<3

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Liebe Kollegin,
ich hätte Dich gerne besser gekannt.
Als ich damals auf dieser Arbeit anfing, hatte ich umfangreich und in verschiedenen Feldern zu kämpfen. Als dieser Kampf sich endlich legte und ich für mehr Öffnung und Blickweitung bereit wurde, wurdest Du in den Ring gerufen. Du hast Dich lange und tapfer geschlagen – und doch hast Du verloren.
Das tut mir so Leid!
In meiner Wahrnehmung warst Du ein freundlicher, authentischer Mensch mit einer positiven Grundeinstellung. Du warst ein Original! Mit Deiner köstlichen Mundart und Deiner Einstellung war es immer wieder ein Vergnügen, Deine Telefonate zu hören. Nicht nur für mich. Du warst eine Bereicherung. Das bist Du noch, denn die Erinnerung lebt weiter.
Dein Leiden und Dein Tod machen mich wütend auf die Ungerechtigkeiten des Lebens. Viel zu jung! Viel zu jung! Ich hätte Dir mehr Zeit mit Deinen Lieben, die Dir so wichtig waren, gewünscht. Ich hätte mir mehr Zeit gewünscht, Dich besser kennenlernen zu dürfen.
Einziger Trost bleibt, dass Dein Tod in der Situation, wie sie nun einmal war, eine Erlösung für Dich ist.
Und mein Glaube erlaubt es mir, nicht nur den Verlust in dieser körperlichen Welt zu sehen, sondern Dich in einer anderen – körperlosen – Welt zu hoffen. Wie auch immer das aussehen mag.
So winke und lächle ich Dir mit Tränen in den Augen zu und kann nur sagen: Wir sehen uns auf der anderen Seite. Und es klingt in meinem Ohr Dein fröhliches: Rinjehauen!

13.1.2016

Mein Herz weint.
Schon wieder ein Anschlag. Ein Akt des Schreckens und der Gewalt. Im Namen der Religion. Der Missbrauch der menschengemachten Version des Glaubens an etwas Höheres. Und ich schäme mich, dass auch ich einer Religion angehöre, die im Laufe ihrer Geschichte immer wieder Extremismus und Gewalt hervorgerufen hat. Dass ich bis heute nicht den Mut habe, sie abzustreifen, einfach weil sie ein wichtiger Wurzelzweig für mich war.

In dem Buch “Eine andere Kindheit“ von Iris Johansson erwähnt die Autorin ihre Ansicht, dass Religionen nur die von Menschenhand geformten Schubladen für etwas unfassbar viel Höheres und Weiteres darstellen.

Vom Dalai Lama gibt es das Zitat, dass Spiritualität wie Wasser sei, und der menschliche Glaube der Teebeutel, den wir in das Wasser geben. – Lässt es sich wirklich um den Geschmack des Tees streiten? Muss das wirklich sein? DAS wäre Egoismus.

Eben auf Facebook habe ich auch noch das wunderbare Zitat von Mahatma Ghandi aufgeschnappt: „You must not lose faith in humanity. Humanity is an ocean; if a few drops oft he ocean are dirty, the ocean does not become dirty.“ – Verliert nicht den Glauben an die Menschlichkeit. Menschlichkeit ist ein Ozean; wenn ein paar Tropfen im Ozean verunreinigt sind, wird davon nicht der ganze Ozean verunreinigt…

Bitte, bitte, bitte. Lasst uns nicht den Glauben an die Menschlichkeit verlieren. Lasst uns unsere Herzen nicht mit Hass, Misstrauen und Rachegefühlen verunreinigen, die den Ozean mit einer Ölpest vergiften würden. In aufrichtiger Trauer, Christina

14.11.2015

Wie von ganz weit weg
Zucken Blitze über den Himmel
Der Donner rollt und rumpelt
Ein Wind braust auf
Und es ist, als würde der Zorn, der in Dir ist
Sich entladen
Schwer, und wie von ganz weit weg
Aus der Leere heraus
Um die Leere herum
Zischt und zuckt es
Und verzieht sich rasch wieder in die Leere
Die zurück bleibt in uns