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Ich bin tot, ich schlafe nicht.
In der durchlässigen Zeit des Nebelmondes
Wandert es mich durch verhangene Welten
Mit geschlossenen Augen sehe ich
Nicht einmal, was in mir liegt
Einen Schritt
Und noch einen Schritt
Gehe ich
Fühlend, tastend, spürend
In Hoffnung auf ein neues Licht.

Ich bin nicht tot, ich schlafe nur
In Windmonds stürmischen Zeiten
Kauere ich, träume ich
Vom Wachsen und Werden
Von neuer Geburt
Vom Kommen und Staunen
In neuer Welt, in neuer Sicht.

Hinter dem Spiegel
Hinter dem Glas
Zeigt sich, was nicht gesehen werden will
Spiegelschein, trügerischer
Splitterndes Selbst
Im zerschlagenen Glas
Lässt Widerliches sehen
Teil des Spiegels
Gut geschützt
Um das Innerste zu verbergen
Das weder gut noch böse
Nur DA.

Wo kommt das alles plötzlich her?
Ich wünschte so, Ich wäre leer.
Ich scheißt Ich aus und spült Ich runter.
Das, was dann da ist, ist ein bunter
Strauß All-Einheitsdenkerei,
der von sich annimmt, er sei frei,
durch eine Welt aus Linien wabert,
entrückt lächelnd Klugscheiß labert,
in Wirklichkeit aber, jedoch
auf der Suche ist in jedem Loch
nach seinem Selbst, dem einzig wahren,
begrenzt von Haut, vielleicht auch Haaren.
Drum schaut er stracks in Kläranlagen
Im Schlamm nach seinem Ich zu fragen.
Um Ich schließlich, nach dem Finden,
neu zu formen, neu zu verbinden.
Nur, um dann, nevertheless,
neu zu starten den Prozess.