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Die Welt ist eine Scheibe
Und ich dreh mich mit ihr
Ich lern gerad erst zu beschreiben
Erst später kommt die Kür
Solang guck ich in den Himmel
Und ich zeichne eine Tür
Von Sirius bis Rigel
Von Beteigeuze bis zu dir

Träum uns große Wolkenschlösser
Mit Geheimtüren und nem Park
Unser Kater wird zum Tiger
Und wir zwei sind riesenstark
Ach, ich würd so gern frei sprechen
Selbstbewusst singen wie ne Lassie-Singerin
Schreien in die ganze Welt: Ich bleib doch die Siegerin!

Doch hier sitz ich, summe leise
Eine hübsche kleine Weise
Fürs Glücklichsein, für dich und mich
Ein Anfang, immerhin.

Auf dem Meer
Dem offenen
Glitzern Reflexionen
Licht spielt
Mit Wasser und Wind
Ein Wellenreiter
Gleitet ins Nass
Treibt
Mit den Wellen
Taucht auf den Grund
Taucht wieder auf
Sieht den Himmel
Sieht Wolken
Sieht Sonne
Sieht Sterne
Nimmt das Treiben an
In wogendem Blau
Sieht andere tauchen
Und auftauchen
Verbunden durch das Meer

Am Hang im Grünen
Unterm Turm
In Wärme
Von Wärme umgeben
Sonnt sich der freie Geist
In kleinen Inseln
Singt, zupft, lacht, jongliert
Träumt, picknickt
Sammelt Pfandgut
Zeigt sich, lässt sehen
Manchen Zorn des Herzens
Als bunte Strähne im Haar
Doch ungebremst im Hier und Jetzt
Im Sommer
Unterm Turm.

Von Wärme, von Freunden umgeben,
schwebt die Liebe durch den Raum.
Lädt die Selbstbestrafung aus.
Spielfreude.
Ein Glitzern in den Augen.
Aufgehen im Schwingen des Instruments.
Coming out der Freude.

Heute decke ich mich zu mit Dunkelheit.
Der Blick ist starr, ich fühle mich untot, unlebendig, taub und leer.

Ich hat heute Urlaub. Ich ist nicht daheim.
Hat sich davon gemacht, sich ganz unten verkrochen. Lässt sich nicht locken.
Schwester Eselin vermisst Ich sehr.
Weint und sehnt sich nach Ich.
Auch Es merkt, dass es wohl etwas zuviel geschwelgt hat. Hat ganz klein wenig ein schlechtes Gewissen.
Gemeinsam suchen sie Hilfe beim Du.
Zum Glück kann Du helfen.
Ganz langsam, behutsam, pult Du Ich heraus. Und Ich lunzt schüchtern um die Ecke.
Schwester Eselin, Es und Du schauen Ich freundlich an.
Etwas trotzig und schmollend sucht Ich seinen Platz.
Braucht noch etwas, um sich die Wunden zu lecken.
Doch ist Ich da. Und nimmt Wir wahr.

Ich bin wieder ganz. Leben kehrt in meine Augen zurück. Der dunkle Schleier stört. Also lege ich ihn einfach ab.