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Vor den Augen des Lichts
Freundest du dich mit dem Boden an
Wirfst dich auf die Knie
Wälzt dich auf dem Rücken
Windest, überwindest dich
Hände, die tasten
Den Boden unter sich
Glatt und warm ist er
Niemand tritt nach
Kein Lachen erschallt
Würmer, Asseln, egal
Tief weiter unten
Fallen über andres her

Vor den Augen des Lichts
Bewegst du dich zitternd zu Musik
Erhebst dich wieder
Kommst auf die Knie
Auf die Füße zurück
Stehst neu, frisch wie ein Fohlen
Auf deinen Beinen
Bestaunst das Wunder, dass sie dich tragen
Wohin der Weg dich führt
Wohin du willst
Wohin du deinem Herzen folgst

30.03.2011

Alle Teile in Bewegung
Schwingung, Wallung
Bis zum Kochen
Dampf steigt auf
Und schlägt sich nieder
In kleinen Tropfen
Die sich in neuer Form
Zusammen finden

03/2011

Liebes Gehirn
Du verwaltest alles in mir
Dafür wollte ich dir einmal danken
Von der Wahrnehmung
Bis zur Verarbeitung von Gefühlen
Von der Koordination der Körperfunktionen
Von der Fähigkeit des Denkens, Verstehens und Lernens
Von der Fähigkeit, mein Sein mit Bewusstsein zu verbinden
Und mit Herz und Bauch abzustimmen
Auch wenn ich dich manchmal daran erinnern muss
Bis hin zu der Signalgebung
All diese Funktionen in Taten umzusetzen
Oder eben auch nicht
Du machst das ganz wunderbar!
Das ist nicht selbstverständlich
Merci bien

Hoch ragt das Gebüsch
Der Bambuswald ist dicht
Und wogt im Wind
Mit gezielter Bewegung
Bahne ich mir meinen Weg
Schneide mit dem Schwert des Vertrauens
Die Äste der Angst
Viele weichen
Doch manche brauchen schärfere Klinge
Um sie schlängel ich herum
Um nicht stehen bleiben zu müssen.

Durch rauchige Nächte
Treibt die wilde Jagd
Die Schatten meines Ichs
Die Schatten aus einer vergangenen Welt
Aus verdrehten Wünschen und Hoffnungen
Namenlos treibt es sie
Ziehen sie vorbei
Und bringen mir Angst, Schmerz und Qual
Was einst Freude und Höhenflug war
Führt nun zu meinem tiefen Fall
Klarheit und Verwirrung wechseln sich ab
Tanzen in wildem Reigen
Ich schau allem zu
Leicht fassungslos
Vielleicht soll mir das etwas zeigen
So denke ich nach
So lasse ich los
Ein ständiges Auf und Ab
Klimmzüge sind leichter
Doch komm ich hier durch
Bin ich neu und wunderbar stark.

…sehr merkwürdig… Mein Blick zurück, der mich zur Neubestückung dieses Blogs gebracht hat, ist gleichzeitig ein Blick und ein Schritt nach vorn… Sollte ich etwa im Kreis wandeln, ohne es zu merken? Hm, vielleicht ist es auch nur eine neue Windung in der Spirale der Entwicklung mit Ausblick auf vorherige Windungen? Wäre ja schön und wünschenswert… Ich weiß es nicht. Mal wieder das liebe Nicht-Wissen. Vertrauen haben in den Weg.
***
Ich mach jetzt einfach mal und streue neueres Geschreibsel in den bisherigen eher chronologischen Fluss. In der Hoffnung, dass es nicht allzu sehr verwirrt. Mal sehen, was passiert…

Zwischen den Polen
ist weiter Raum.
Leeres Feld,
voll Höhen und Tiefen.
Beweg ich mich frei durch das, was da kommt,
kann ich Berg wie auch Tal genießen.
Ganz oben,
zieh ich klare Luft ein am Gipfelkreuz,
Schaue weit in das ferne Land.
Geht es bergab, suche ich einen Hang,
breit den Gleitschirm mir aus,
um langsam, sehend, zu schweben.
Land ich unten im Tal,
komm ich so schnell nicht heraus,
ruh mich aus in dem Wissen:
Auch kleine Schritte führen den Berg hinauf,
das Tal ist jetzt mein Ruhekissen.
Warte nicht zu lang, ruft der Berg mir gern zu,
denn umso schwerer fallen die Schritte!
Ich hör´s und lasse ihn rufen.
Weiß jetzt, alles, alles hat seine Zeit. Und ruhe in meiner Mitte.
Sie zeigt mir an, wenn es soweit ist. Dann kann ich es wieder wagen.
Kann Schritt für Schritt, oder im Höhenflug, alle Höhen und Tiefen ertragen.

Ich bin gefallen
Und habe geschrien.

Danach war alles dunkel und leer.
Und leicht. So leicht.
Ungläubigkeit breitet sich aus.
War ich das wirklich?
Habe ich das getan?
Und ihr seid noch hier?
Und habt mich noch lieb?

Ja, haben sie gesagt.
Ja!