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Sie ist ihm Kind, Geliebte, edle Dame, Göttin.
So zieht, so wiegt und hofiert er sie.
Er ist ihr Priester und Opfertier.
Sein Körper weitet sich aus.
Verbindet die Struktur einer jeden Zelle
Die ihren Teil erfüllt
Voll Eigenleben, nimmt sie kleinste Schwingung auf
Gibt sie ab an den großen Körper
Dessen Resonanz eine ganze Welt erfüllt
Wartet manche Zelle auf ihre Aufgabe, ihre eine kurze Schwingung in diesem Stück.
Wir hören dich, verstummt alles rundherum.
Du klingst mit uns, damit wir neu zusammen tönen.
Verspielt, verschmitzt, in höchsten Höhen,
voll Würde ihren Part empfangend
mittendrin, ein Teil davon,
Sich zärtlich hingebend in der Stimmen Vielklang.
Fast schmerzhaft, ermüdet, kehrt er zurück in den einen Körper.

Heute decke ich mich zu mit Dunkelheit.
Der Blick ist starr, ich fühle mich untot, unlebendig, taub und leer.

Ich hat heute Urlaub. Ich ist nicht daheim.
Hat sich davon gemacht, sich ganz unten verkrochen. Lässt sich nicht locken.
Schwester Eselin vermisst Ich sehr.
Weint und sehnt sich nach Ich.
Auch Es merkt, dass es wohl etwas zuviel geschwelgt hat. Hat ganz klein wenig ein schlechtes Gewissen.
Gemeinsam suchen sie Hilfe beim Du.
Zum Glück kann Du helfen.
Ganz langsam, behutsam, pult Du Ich heraus. Und Ich lunzt schüchtern um die Ecke.
Schwester Eselin, Es und Du schauen Ich freundlich an.
Etwas trotzig und schmollend sucht Ich seinen Platz.
Braucht noch etwas, um sich die Wunden zu lecken.
Doch ist Ich da. Und nimmt Wir wahr.

Ich bin wieder ganz. Leben kehrt in meine Augen zurück. Der dunkle Schleier stört. Also lege ich ihn einfach ab.

Wir sind zwei verlorene Kinder
Die sich, jeder einzeln, ganz langsam,
durch die Wüste bewegen.

Doch wir haben unsere Phantasie und
Einen winzigen, starken Lebensfunken.
Sonnen wir das Leben entdecken.
Und in jedem Sandkorn einen
Regenbogen sehen.