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Moment des Glücks
Die Welt steht still
Zwischen zwei Rillen in der Musik
Entsteht Stille in dir
Steigt auf
Weitet sich aus
In diesem Augenblick
Moment des Glücks
Ein Ring
Von Fröhlichkeit um dich
Bebt die Musik durch dich hindurch
Endlose Vibration
Steigt auf
Weitet sich aus
Moment des Glücks
Berührung
Wenn zwei Arme sich streifen
Freundes Umarmung
Verbinden sich Herzen
Steigen Worte auf
Weiten sich aus
Verbinden dich
Mit der Außenwelt

Dieses Leben ist ein Spielplatz
Mit allem, was das Herz begehrt
Sandkasten, Rutsche, Wippe, Schaukel,
Matschstelle, Federpferd,
Drehdings, Pingpong, Basketballkorb
Einer Bank am Rand zum Sitzen
Heimlich rauchen
Abends, wenn die Spielkinder weg sind
Ich kann alles machen, was ich will
Aber Ich merkt schnell, wie´s einsam wird,
Schratig und verquer
Denn ohne Du gibt es kein Wippen
Macht das Schaukeln nicht lange Spaß
Wir wollt spielen, denn alleine
Ist der ganze Scheiß nichts wert.

03/2011

Liebes Gehirn
Du verwaltest alles in mir
Dafür wollte ich dir einmal danken
Von der Wahrnehmung
Bis zur Verarbeitung von Gefühlen
Von der Koordination der Körperfunktionen
Von der Fähigkeit des Denkens, Verstehens und Lernens
Von der Fähigkeit, mein Sein mit Bewusstsein zu verbinden
Und mit Herz und Bauch abzustimmen
Auch wenn ich dich manchmal daran erinnern muss
Bis hin zu der Signalgebung
All diese Funktionen in Taten umzusetzen
Oder eben auch nicht
Du machst das ganz wunderbar!
Das ist nicht selbstverständlich
Merci bien

Wir atmen gemeinsam
Doch jeder für sich
Von Luft getragen
Streichelt höhere Hand
Über Seelen, über Haare
Stärkt Vertrauen
In sich Ruhen
Steigt in Stille Freude auf

Ich tanze, ich tanze, seht doch nur her!
Ich fliege, ich drehe, werde immer mehr!
Werde ganz viele, bis ich mich verlier.
Ein Raum voller Leere, blaues Feuer in mir!
Nein, es ist Himmel, ist Weite, ist leicht.
Ein Brausen, ein Stürmen, das nichts andrem gleicht.
Löst sich auf, erscheint wieder, pulsiert in mir drin.
Kehrt zurück, verliert sich und ich spüre: ich bin!

Die helle Schwester
Aus der Ferne
Aus ur-hoher Kuppel
Schwingend am Trapez
Verströmt sie flitternden Funkenregen
Der Körper kühl und weich umschmeichelt
Zärtlich über Wangen streichelt
Kühn herab in Ausschnitte rinnt
Die Sinne mitnimmt
Und dem Leben Krone und Leichtigkeit schenkt.

Die dunkle Schwester
Aus der Grotte
Aus ur-tiefem Gestein
Wiegend im Takt
Verteilt sie rhythmischen Daseinsfluss
Der Lauf sich warm und pulsierend erströmt
Weise Wellenklang vertönt
Wahrhaftig Anfang und Ende umfasst
Die Mitte enthält
Und dem Leben Wurzel und Kraft schenkt.

Mystischer Sonntag
Aufnahmebereit
Offen und neu
Begegnung mit Gespräch
Im Stadtpark
Kontakt mit der alten, verdrehten Kastanie
Energie, die fließt
Blicke schweifen
Im Libellenflug
In den blauen Himmel