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Wahrheit

amethyst

Wie ein Blick durchs Schlüsselloch
Erschließt sich dir der Raum
Die Tür zu öffnen ist jedoch
Für uns zu schaffen kaum

Meinst du, du hast sie für dich gepachtet?
Die Antwort ist leider: Nein
Die Wahrheit ist in kleine Facetten verfrachtet
In einem edlen Stein

Auch im Spiegel dein Ebenbild
Es zeigt nicht alles, was ist
Es zeigt dir – und das ist dein schützender Schild
Was du jetzt gerade hast und bist

Gelb und Grün

gelbe-Tulpe

Gelb und grün vor Neid zu sein
Ist das wirklich so verwerflich?

Haben zu wollen
Was andere haben
Bringt mich mit meinem Selbst
Mit dem, was mir am Herzen liegt
In Kontakt

Sein zu wollen
Was andere sind
Bringt mich mit meinem Selbst
Mit dem, was mir am Herzen liegt
In Kontakt

Der Abgleich
Was ich haben will
Was ich sein will
Und was ich habe
Und was ich bin
Stärkt mich
Immer wieder

Die Balance zu halten
Stärkt die Sonne
Die mich
Von innen wärmt
Und Kraft gibt
Um alles wachsen zu lassen

Wärme tanken

bunte Blumenwiese

Nur mit dem Licht der Sonne
Kann ich alle Farben sehen
Schließe ich die Augen
Leuchtet es Rot und Grün

Das Licht spielt auf dem Wasser
Malt Punkte Orange und Himmelblau
Spiegelt in leichte Luft wider
Und steigt in des Kosmos´ Au

Dort weiden die Sternentiere
Sie spielen stetig im All
Derweil unsrer Sonne Wärme
Unsrer Erde Bringt Blüten
In reicher, reicher Zahl

Frieden und Liebe

Feuer

Finde
Liebe für Dich selbst
Aus tiefstem Herzen
Ganz inniglich
Immer wieder

So wird die Liebe
Nicht nur aus dir herausstrahlen
Sondern auch dich selbst
Immer mehr mit Frieden erfüllen

Baumpflege

sonnenlaub

Der Sturm braust stark
Um dich herum
Wie gehst du mit ihm um?
Zerrt der Wind an deinen Blättern?
Lässt du sie gehen
Oder hältst du sie fest?
Reißt er morsche Äste ab?
Biegst du dich mit dem Sturm?
Oder stemmst dich ihm entgegen?
Vertraust du deinen Wurzeln?
Gibt es Stellen, die Nahrung brauchen?

Mit starken Wurzeln
Lässt sich eine weite Krone tragen
Unter der der Wanderer
Sich bei besserem Wetter niederlassen kann
Das Spiel der Sonne im Laub beobachtend
Um sich dann
Ein Lied auf den Lippen
Wieder auf den Weg zu machen

Strandspaziergang

kiesel am strand

Sag mir
Wer macht denn die Kiesel so rund?
Sie scheuern im Wasser
Auf Meeres Grund

Und sag mir
Tut das Scheuern nicht weh?
Doch, ja, das tut es
Doch vertraun sie der See

Erklär mir
Wie halten die Kiesel das aus?
Sie lieben die Strömung
Sie ist ihr Zuhaus

Erzähl mir
Was ist mit all den Kieseln am Strand?
Sie warten auf dich
Und auf deine Hand

Aber was ist
Wenn ich an diesem Ufer nicht geh?
Dann bringt die Zeit sie
Zurück in die See

,

Neumond

nachthimmel

Bei klarer Luft
Zeigen sich die Sterne
Ohne Ablenkung
Der Raum ist offen
Um Neues herbei zu bitten

Kein Aber
Schreckt dich ab
Wenn Vertrauen
Und Entschlossenheit
Die Leere umgeben

So lassen sich
Böse Geister
Vertreiben
Oder
Verwandeln

,

Lampenfieber

Spiegelbild

Lang Ersehntes
Erhofftes
Tritt nun ein
So lange Einstudiertes
Eingeübtes
Lass es kommen
Spüre dein Herz klopfen
Die Vorfreude
Die Aufregung
Auch große Ängste
Vor Patzern
Vor Fehlern
Lass sie kommen
Verbinde dich
Vertraue
Und lausche
Alles ist genau so
Wie es sein soll
In diesem Moment

Nun atme tief durch
Wenn du es
Nicht schon vorher getan hast
Tritt heraus
Und zeige dich ihnen
Nur Mut
Es ist gut

,

Wer macht das Wetter?

Wetter Helgoland Regenschauer

Manchmal
Ziehen Stürme über uns hinweg
Dunkle Wolken
Finsterer Himmel
Nass bis auf die Knochen
Schüttelt es uns durch
Oder weht uns um
Und es hilft nur
Durchzuhalten
Schutz zu suchen
Eine warme Höhle

Aus diesem Schutz heraus
Lässt das Wetter sich beobachten
Vielleicht sogar
Die Schönheit darin finden
Und in der Tiefe das Wissen
Dass jeder Sturm vorüber zieht
Und der Himmel wieder sichtbar wird

Diesen unbeirrbaren Himmel
Trage in deinem Herzen

We Make the Weather
Heaven is a somewhere locked inside and I must find the key
Wish I’d never locked the door
Ordinary things in life are where this heaven likes to be
Hold the sky, feet on the floor
Hold the sky, feet on the floor
We make our sun to shine
We make our space and time
We make the weather
We make it change
Hell is not somewhere but a state of mind I choose to be
When my faith in life has gone
Cruelty rebounds to hurt itself puts shackles on the free
Vicious circle carries on
Hold the sky, feet on the floor
We make our sun to shine
We make our space and time
We make the weather
We make it change
We make the weather
We make it change
Time to judge the act don’t judge the actor of the circumstance
Time to free compassion’s world
Life is not the end we’re passing through like bubbles on the sea
Time to learn and time to mend
Hold the sky, feet on the floor
We make our sun to shine
We make our space and time
We make the weather
We made a change
We make the weather
We make a change

Lyrics: Andy Ross, Roy Jones, Howard Jones

Zu finden auf http://howardjones.com/lyrics/wemaketheweather.html

,

Frau Mutter

mutter-maria

Bereits seit gut zwei Wochen arbeitet ein Begriff in mir, an dem ich noch immer zu knabbern habe. Da ist wohl noch etwas am reifen und braucht scheinbar noch Zeit.
Ganz spontan aber hat das Leben, der Kosmos, oder wie auch immer man es bezeichnen mag, heute die Aufgabe zu mir gebracht, mich mit diesem Mutter-Aspekt des Menschseins schreibend zu befassen und zu teilen. Ohne große weitere Recherche lasse ich das jetzt mal walten und wirken.

Seit meine kleine Sonne bei uns lebt, ist die Erinnerung an dieses alte Kirchenlied zurückgekommen:

Maria breit den Mantel aus,
mach Schirm und Schild für uns daraus,
lass uns darunter sicher stehn,
bis alle Sturm vorübergehn.

Bei allem Schmerz, den der Aspekt der Mutter verursachen mag – kein anderes Wesen hat so viel Macht über unser Dasein und unser Werden wie unsere Mütter – bringt dieses Lied das Versöhnende in den Vordergrund. Und bringt Heilung ins Herz. Wir sind jetzt und hier (wenn auch vielleicht mit unseren Verletztheiten). Ob Mann oder Frau, jeder von uns hat von beiden Geschlechtern Aspekte in sich, die wir in unserem von Gegensätzen geprägten Denken dem eher Männlichen oder Weiblichen zuordnen. Wir tragen beides in uns.
Es gibt etwas, das uns alle vereint: Jeder von uns hat eine Mutter. Und jeder von uns trägt auch die Mütterlichkeit in sich.
Die Vorstellung, dass wir alle unter dem weiten Mantel der Mutter stehen und durch ihn vor den schlimmsten Stürmen geschützt sind, wirkt tröstlich. Und bei der Innenschau auf die eigenen mütterlichen Aspekte stelle ich fest, dass auch ich einen schützenden Mantel habe, den ich ausbreiten kann. Sein Radius ist halt auf meine mir eigenen Möglichkeiten heruntergebrochen. Doch das Bewusstsein, dass ich mein Bestes gebe, um ihn schützend wirken zu lassen – möglichst ohne erstickend zu wirken…

Noch ein weiterer Liedertext ruft Heilung für uns und andere herbei, ein Mantra:

Om Tare tuttare ture soha

Dabei steht der Urlaut Om für Aspekte der Dreifaltigkeit, zum Beispiel Körper, Geist und Seele, womit wir das Göttliche (in uns und um uns herum und in diesem Fall in der Verkörperung durch Tara) anrufen. Tare bezieht sich auf Tara, den erleuchteten Aspekt der Frau, also die Verbindung des Weiblichen zur göttlichen Kraft. Tuttare ture soha bittet diese reinigende, göttliche Kraft zu uns, in unser Bewusstsein, in unser Herz und dass wir von ihr gänzlich durchdrungen sein mögen.

Damit diese Innenschau nicht noch mehr zu einer Predigt wird, möchte ich diese Gedanken jetzt erstmal so stehen und wirken lassen. Die Bitte, die göttliche Kraft in uns selber spüren zu dürfen, ist doch ein schönes Schlusswort.

Om Tare tuttare ture soha