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Übende Meister

Sonnenaufgang

An den Perfektionismus
Ich will dich nicht mundtot machen, aber bitte halt´s Maul
Deine Sprüche sind zynisch, fies, frech und faul
Sag, wie kann ich auch dich zum Herzen noch führen?
Die Liebe dann kannst du bedingungslos spüren
Du bist nicht dumm, doch wie kann deine Stimme mir nutzen?
Sie fordert absolute Reinheit, den Feind vom Gutsein
Das Leben des Menschen ist beides, boshaft und gut
Die Waage zu halten, das macht mir Mut
Vielleicht kannst du meine Wächterin fürs Gleichgewicht sein?
Eine Seiltänzerin mit Regenschirm, ja, das wär´ fein
Das braucht noch viel Übung, na, dann, exercise
Aha, deine Stimme wird freundlicher und leis
Das Seil liegt am Boden, es gibt dir den Grund
Den Balanceakt zu üben, bitte, halt nicht den Mund
So bist du mir sympathisch, so kann mein Herz dich nehmen
Kennt ihr euch erst besser, kannst du dich weiter rauslehnen
Das Seil höher hängen, Pirouetten drehen
Kunststückchen lernen, nur nicht überdehnen
Das alles braucht Zeit, bitte nicht mein ganzes Leben
Wir sind alle Meister, die üben – es wird sich ergeben… es wird sich ergeben

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Einsamkeit aushalten

wellen

Unglaublich, diese Weite
Unheimlich leer und still
Nicht die nickenden Köpfe der Leute
Sondern Bläue in Hülle und Füll
Die Brust könnt sich endlos dehnen
Beim Atmen Zug um Zug
Keine Säule zum Anlehnen
So verschmelzen Meer und Bug
Und wird dir auch angst und bange
Bist immer noch das Schiff
Im Gedächtnis behalt dies lange
Dann umspülst du jedes Riff
Bist du deiner sicher
Gibt es keine Einsamkeit
Führt das Riff dich hierher
In die große All-Einheit

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Zwiegespräch

Weg-mit-Herz

Der Weg mit Herz soll ein leichter sein
So sagst du mir durch die Blume
Sagst mir damit, mein Weg fühlt sich schwer für dich an
Vielleicht sei ich noch auf der Suche

Doch ich kann dir verraten: mein Weg ist der leichteste
Von allen, die sich mir bieten
Alles andere wiegt viel, viel schwerer
Und bringt mir Unfrieden

Mag sein, dass mancher Weg für dich leichter aussieht
Oder einfach nur bequem?
Mein Herz weiß genau, wohin es strebt
Irgendwann wirst du das auch sehn

So kann ich dich nur drum bitten:
Hab auch du Vertrauen
In mir ist es schon fest verankert
Brauchst nur runter zu schauen

Vertrauen ist auf meine Brust tätowiert
Nun warte ich ganz gebannt
Mög es bald bei dir heimisch sein
Mein lieber, guter Verstand

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Gnade

marotte

Geborgen im Höheren Sein
Nachsehend die menschlichen Marotten
Aus tiefstem Herzen dein
Denn sie füllen alle inneren Grotten
Ergibst du dich mutig dem liebevollen Lichtschein

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Kundalini – die Kraft der Schlange

Kundalini-Schlange

Kundalini – das ist die Kraft der Schlange, die in jedem von uns schlummert und die uns mit ungeahnten Kräften und Fähigkeiten erfüllen kann. Wenn man vorbereitet ist…
Als ich zum ersten Mal von diesem Phänomen erfuhr und was es bedeutete, bin ich aus meiner Psychose-Wolke gefallen. Auch wenn ich innerlich das Gefühl hatte, dass in mir etwas Größeres und durchaus Gutes in Gang war, so war ich vorher insbesondere damit befasst, mich mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen. Denn so wurde ich in meinem Umfeld gesehen: als krank. War ich hauptsächlich dabei, mich selbst zu bemitleiden und mit dem Kranksein irgendwie ein Stück Lebensfreude zu haben, so rückte dieses Phänomen alles wieder gerade in mir. Nicht, dass die durchaus krankhaften Züge in mir völlig weggeblasen wären. Aber ein tiefes Verstehen und Staunen setzte ein. Ein „Ach-soooo-Gefühl“. Den Blick auf die Schätze zu werfen, die da in uns vorhanden sind, ist doch viel erfreulicher und sowieso auch effektiver. Zum Beispiel habe ich in der letzten Zeit viel über Chakras gelernt. Und dass viel Wahrheit in der Chakrenlehre steckt. Und ich hatte zuvor überhaupt keine Ahnung davon. Wirklich null…
Mehr zur Kundalini-Kraft erfahrt Ihr hier.

Echter Mut

himmel mit wolken

Wo hat echter Mut seinen Platz?
Ist das Vertrauen in die Wurzel der Schatz?
Ist er bei der Lebensfreude, im Bauch?
Braucht es dafür den Willen auch?
Liegt er vielleicht auf der Zunge, im Mund?
Oder tut ihn die innere Stimme kund?
Ich find ihn im Herzen
Das ist der Ort
Sich einzulassen
Auf Vertrauen, Freude, Willen und Wort
Die Grenzen zu fühlen
Und in ihnen zu bleiben
Oder zu spüren
Es zu wagen, sie zu weiten
Die eigenen Hürden zu überwinden
Mit noch mehr Vertrauen den Weg zu finden

Wertschätzung

Ringe auf dem Wasser

Wenn wir ein Leben in Achtsamkeit anstreben, ist er unabdingbar. Auch sonst, im „ganz normalen“ Umgang miteinander ist er sehr von Vorteil. Und doch geht er nur allzu oft flöten im Alltagsgelebe. Hektik, Stress, alte Verletzungen, die uns geprägt haben und ihn vertrieben haben – das sind seine Feinde. Verdient hat ihn alles und jeder um uns herum: Respekt.

Wer aus sonst welchen Gründen seine wie auch immer gearteten Themen mit dem Schlagwort Autorität hat, für den hat auch das Wort Respekt oft einen eher negativen Beigeschmack. Vermutlich, weil wir uns vor jemand amtlich Höhergestelltem veranlasst fühlen, „Respekt zu zeigen“ und diese Haltung hier in Deutschland in der Vergangenheit in eine Katastrophe geführt hat.
Aber Respekt kann auch anders gelebt werden. Schauen wir mal, was die Synonymverzeichnisse zu diesem Wort finden. Anerkennung, Ehrerbietung, Bewunderung, das klingt schon mal ganz nett. Jemanden anerkennen tun wir oft aufgrund seiner Leistung. Ehre lassen wir einem als höhergestellt Eingeschätzten zukommen. Bewundern tun wir jemanden aufgrund der beiden eben genannten Eigenschaften.
Irgendwie fehlt da noch etwas. Ein bisschen Wunder und Ehre dürfen ja ruhig dabei sein. Da kommt noch ein Synonym um die Ecke: Wertschätzung. Da blinkt etwas in meinem Inneren auf. Ja, das ist es. Wenn wir achtsam durchs Leben gehen, dann hat alles und jeder seinen Wert, irgendeinen. Manchmal ist er nicht leicht zu finden. Manchmal ist es erst ein Prozess, bevor sich der Wert eines Erlebnisses zeigt. Doch er ist da. Bei allem und jedem. Wenn wir mit offenen Augen für das Wunder des Lebens durch die Welt gehen, dann lässt sich diese Wertschätzung finden.

Um direkt damit anzufangen, diese Art von Respekt zu leben – braucht es nur eine Frage: Wofür kann ich mich selbst wertschätzen?

Der Rest breitet sich aus wie die Ringe auf dem Wasser, wenn der Regen fällt.

Tag und Nacht

Tag-und-Nacht

Wir verbinden die Sonne mit dem Tag
Wie könnte sie da Freundschaft mit der sternenklaren Nacht nur schließen?
Geschieht die Trennung nicht nur durch unseren Standpunkt auf dieser Erde?
Ist es nicht wunderschön anzusehen, wenn sie sich die Hände reichen –
Morgens und Abends?
Macht das nicht erst das wundersame Zusammenspiel möglich –
Genau an dem Ort, genau zu der Zeit, wo wir uns gerade befinden?
Sind am Nachthimmel nicht Milliarden von Sonnen
Die wir durch der Atmosphäre Luft schimmern sehen?
Sie erst befreien die Nacht von absoluter Finsternis

Das Rufen der Stille

amethyststab

Das Rufen der Stille
Ist innig und tief
Es erinnert an eine Stimme
Die schon mehrmals rief

In leisen Momenten
Sichert Kraft sie mir zu
In lautem Treiben
Schafft sie einen Pol der Ruh´

Bei dir bin ich
Kann ich rufen es hören
Mit Jesus im Herzen
Lässt sich das Wachsen nicht stören

Es dauert lange, das Wachsen
Sich zu entwickeln, fürwahr
Wie machen das Pflanzen?
Ist es vorhersehbar?

Oder ist´s wie bei Kindern –
Wachsen doch von allein?
Ganz genauso ungeduldig
Kann das Ich manchmal sein

Die Hand auf dem Kopf
Ist erdend, doch leicht
Sie streichelt mich zärtlich
Bis das Wachstum sich zeigt

Bis das Wachstum sich zeigt

Drachentrommeln

drache aus stein

Der Drache schlägt die Trommel an
Sie lässt die Erde erbeben
Durchdringt dich durch dein Wurzelwerk
Und lässt neue Wurzeln weben

Du wiegst dich in dem wilden Tanz
Stampfst wild und archaisch daher
Obwohl die Füße sich lösen
Fühlst du dich erdig und schwer

Komm, wälz dich am Boden
Komm, steh wieder auf
Komm, tanze und tanze dein Leben
Du spürst es in jeder Nervenbahn Lauf
Wie die Kräfte der Erde hochstreben