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Präsent Sein

„…ähm, ich war auf der Bühne und M. hat hinter mir gestanden und war mein Echo…“ – Innerlich kringele ich mich fast vor Lachen, so sehr freue ich mich, dass meine Selbsteinschätzung so dermaßen mit der Außenwahrnehmung eins ist. Beides ist jetzt ziemlich deckungsgleich. So lässt sich mit der Außenwelt kommunizieren. Es ist alles goldrichtig, wie es ist.
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Eine Freundin und ich sitzen gemütlich am Kaffeetisch und tauschen uns über unsere beruflichen Wünsche und Ziele aus, die deutlich in Richtung Selbstverwirklichung gehen. Gerade habe ich ihr von meinen Zukunftsplänen erzählt und was und wie die nächsten Schritte sind. Nämlich erstmal mehr Beschäftigung mit Selbst-Marketing und –Präsentation. Damit will ich auf der Bühne des Lebens stehen und vor allem beruflich mehr in meine Präsenz kommen. Ich will selbstständig sein, wenigstens teilselbständig. Ich will schreiben und sprechen. Und ich will damit auch mal vor einem – wie auch immer gearteten – Publikum rüberkommen können. Und ich will diese Ziele auch in meinem jetzigen Job umsetzen können, wenn ich nach der Elternzeit wieder einsteige. Auch das ist die Bühne des Lebens.

In dem spürbaren Wunsch, mich zu ermuntern und gleichzeitig bereits jetzt erzielte Erfolge besser wertzuschätzen, erwähnt sie den internen bunten Abend während unserer Ausbildung, an dem M. mein Gedicht vorgetragen habe. Und dass das doch schon super sei, dass ich mich damit an die Öffentlichkeit getraut hätte. Das nächste Mal würde ich auch selber auf die Bühne treten damit… – „…ähm, ich war auf der Bühne und M. hat hinter mir gestanden und war mein Echo…“ – „Äh, wie, du warst da…? Das muss ein anderes Mal gewesen sein. Daran würde ich mich doch erinnern… äh, wie jetzt…???“ Sie blinzelt verwirrt.

Ich platze fast innerlich vor Lachen und könnte sie gerade knutschen!!! Noch habe ich Hemmungen, das auch tatsächlich zu tun. Aber es wird. Immer. Besser.

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Glück in Fluss

Seit ungefähr Oktober des letzten Jahres sind Erfolg und Glücksgefühle in meinem Leben am sprudelnden Fließen, obwohl der Lauf bereits einige Zeit zuvor als kleiner, manchmal tröpfelnder, Gebirgsbach begonnen hat. Alles fügt sich immer wieder in so wundersam perfekter Weise zusammen, dass ich fast ein bisschen misstrauisch bin und nach Pferdefüßen suche. Nicht alles ist angenehm. Meinen lieben Kater vermisse ich noch immer schmerzlich und bewahre die Erinnerung an ihn in meinem Herzen. Und doch fügt sich auch hier etwas zusammen und ergibt einen Sinn. Es ist, als hätte er den richtigen Moment abgewartet, in dem ich bereit war, ihn einigermaßen gehen lassen zu können, und dafür liebe ich ihn nur noch umso mehr.

Vor wenigen Monaten ist die Sonne bei uns eingezogen, das Glück, ein kleines Pflegekind. Manchmal schreit und quakt es und ist nicht immer leicht zu verstehen, das Glück. Aber wir finden uns zusammen. Immer mehr. Bindung und Vertrauen beruhen auf einer gewissen Gegenseitigkeit, auch wenn ich die Große bin.

Es ist so wunderschön, Entwicklung zu sehen, auf beiden Seiten. Immer wieder gibt es Schlüsselerlebnisse, die uns einander näher bringen und immer wieder genau dann, wenn ich gerade besonders das Gefühl habe, auf dem Zahnfleisch zu gehen und nicht mehr weiter zu wissen.

Auch berufliche Ziele und Pläne für eine Teilselbständigkeit kommen ins Rollen. Was sonst neben dem Job in kleinen Schritten hätte verwirklicht werden müssen, das kann ich jetzt während der Elternzeit mit besserer Energie in den Atempausen, die das Glück mir beschert, auf den Weg bringen. Schritt für Schritt kann ich so eine konkrete berufliche Vision entwickeln und ihr nachgehen. Endlich komme ich an meinen Wahren Willen heran und das ist ein wirklich sehr erfüllendes Gefühl.

Ja, es ist viel und scheinbar klingt das für viele nach „alles auf einmal“. Immer wieder höre ich Kritik und Zweifel. Aber für mich passt alles wunderbar zusammen und ich bin ziemlich sicher, dass es einen Weg gibt, der genau richtig ist, egal wie er verläuft. Das einzige, was mal wieder viiiiel Übung und Pflege braucht, ist die Geduld. Wirklich Schritt für Schritt zu gehen. Selber das vorzuleben, was ich der kleinen Sonne dauernd predige. Die hat nämlich auch Hummeln im Hintern. Ähnlicher könnten wir uns kaum sein…

Auch wenn jetzt gerade weniger Zeit zum Schreiben ist, für Stichworte und Notizen für später als Erinnerungshilfe und Inspiration reicht sie allemal.

Für jetzt genieße ich das Glück und die Sonne.

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Von den Kindern

Deine Kinder sind nicht deine Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht
des Lebens nach sich selbst.

Sie kommen durch dich, aber nicht von dir,
und obwohl sie mit dir sind, gehören sie dir doch nicht.

Du kannst ihnen deine Liebe geben,
aber nicht deine Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Du kannst ihrem Körper ein Heim geben,
aber nicht ihrer Seele,
denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen,
das du nicht besuchen kannst,
nicht einmal in deinen Träumen.

Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein,
aber suche nicht, sie dir gleich zu machen.
Denn das Leben geht nicht rückwärts
und verweilt nicht beim Gestern.

Du bist der Bogen, von dem deine Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden!

Der Schütze sieht das Ziel
auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und er spannt euch mit seiner Macht,
damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst euren Bogen von der Hand
des Schützen auf Freude gerichtet sein.

Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt,
so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran

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Einrichtungskunst für Komfortzonen

Komfortzone. Seit geraumer Zeit schon beschäftigt mich dieser Begriff. Weckt Assoziationen von Sofalümmeln und Entspanntheit. – In den Englischsessions an der Uni haben wir so etwas „False Friends“ genannt. Falsche Freunde.

Komfort – Bequemlichkeit. Was genau ist denn für das Gehirn bequem? Der Mensch ist größtenteils ein Gewohnheitstier. Eingetretene Denkmusterpfade, bekannte, einschätzbare Empfindungen, das ist das, was uns Sicherheit gibt und uns überlebensfähig macht. Hört sich soweit immer noch einigermaßen nett und harmlos an. Mag sein, dass der eine oder andere Sofalümmler sich irgendwann aus reiner Langeweile oder Neugier aus seiner Komfortzone begibt. Doch was ist, wenn mensch es im Laufe seines Lebens gelernt hat/lernen musste, es sich auf einem Nagelbrett bequem zu machen? Als Fakir des Lebens sozusagen? Meistens ist dieses Dasein als Fakir gar nicht so bewusst. Das Pieksen der Nägel bereitet Schmerzen. Mensch windet und dreht sich auf dem Nagelbrett, was das Leiden nicht verringert. Manchmal, wenn es doch ins Bewusstsein hochblubbert, kommt der Wunsch, dieses Nagelbrett zu verlassen und trotzdem bereitet die Vorstellung, einfach aufzustehen, Angst. Das Fühlen dieser Unbequemlichkeit von Nagelbrett ist so vertraut, dass es schon wieder eine Gewohnheit, eine Bequemlichkeit der Denkmuster, eine vermeintliche Sicherheit, darstellt.

Manchmal gibt es Menschen, die es schließlich doch aus innerem Antrieb schaffen, sich von diesem Falschen Freund von einer Komfortzone abzuwenden. Manchmal verharren Menschen im Jammern und spüren sich von unsichtbarer Macht auf dieses Nagelbrett gedrückt. Manchmal braucht es zusätzlich einen Fingerzeig, ein Wachrütteln oder eine Handreichung zum Aufstehen, jedenfalls eine Hilfestellung von außen (und die innere Bereitschaft, diesen Fingerzeig und diese Hilfe auch anzunehmen – kein „Ja…ABER“ gelten zu lassen).

Dann beginnt ein neuer Weg. Ein Weg auf unbekannteren, „unkomfortablen“ Pfaden. Einen neuen Beruf finden, etwas anderes als Fakir. Ein Studium der Innenarchitektur des Lebens, zum Beispiel. Damit mensch sich eine neue, eine echte Komfortzone einrichten kann.

14.11.2015

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Die Schönheit eines Regenbogens

I. Die Enge überwinden

Meine Gedanken wandern. Sie wandern in die Zukunft.

Angst und Unsicherheit im Hinblick auf morgen. Ein Arzttermin. Was werde ich sagen?
Vorfreude und Planung im Blick auf nächste Woche. Eine Woche Urlaub. Ein Ferienhäuschen. Was nehmen wir mit? Was brauchen wir noch?

Dazwischen schweifen Blicke ins Hier und Jetzt. Sich auf den Weg zur Arbeit machen. Am Bahnsteig stehen. Menschen um mich herum. Haltestationen registrieren.

Der Arzttermin spielt sich immer wieder in den Vordergrund. – Du musst es ihr sagen…

Mein Hals wird eng. Wie wird sie reagieren, meine Psychiaterin? Sie ist so megavorsichtig. Ich kann sie ja auch verstehen, die große Verantwortung und so.

Doch hier geht es um mich! Um mein Leben. Um meine Autonomie. Und um Vertrauen in meinen Weg. Das ist es, worum ich bei ihr werben will. Vertrauen in mich, in mein eigenes Gespür.

Verzweiflung macht sich breit. Wie kann ich die richtige Kommunikation finden, wenn jede leidenschaftliche Äußerung als Anzeichen einer manischen Phase gedeutet werden könnte. Jede Träne als Zeichen psychischer Instabilität. Hab ich alles schon mit anderen Menschen in anderen Situationen erlebt. Wieviel Mensch darf ich bei ihr sein?

Vier Jahre lang war ich wieder das brave, angepasste Mädchen. Vor mir selbst und auch vor ihr. Habe jeden Ansatz kritischen Hinterfragens abspeisen lassen mit ihren wortgewandten rhetorischen Fragen, die mir die Argumente raubten. Mein wahres Selbst wieder stumm machten und nur aufs Funktionieren gerichtet waren.

Und doch habe ich es getan. Es ist einfach so passiert, eher zufällig anfangs. Immer öfter hatte ich meine tägliche Tablette vergessen. Bis ich irgendwann, als mir die Häufigkeit bewusster wurde, gedacht habe: nu brauche ich sie auch gar nicht mehr zu nehmen... – Der Mut, das Laufen ohne Krücke mal wieder zu wagen, war da.*

Bei den Kontrollterminen hatte ich mir jedes Mal vorgenommen, es ihr dieses Mal zu sagen. Aber immer blieben mir die Worte in der Kehle stecken. Stattdessen habe ich brav ihre üblichen Fragen beantwortet und mir neue Rezepte geben lassen. Es tat auch ganz gut, eine Extra-Packung als Sicherheitsnetz zu haben. Und ich habe mich selbst sehr genau beobachtet. Habe meine eigene Anti-Psychose-Checkliste, von der ich schon erzählt habe. Und mein Mann weiß es seit einiger Zeit auch.

Der Kloß im Hals ist immer noch da. Ist mächtig. Was kann ich tun, damit all das eben Durchdachte nicht zur Self-fulfilling Prophecy wird?

Mein Denken stößt gegen die Bande und wechselt die Richtung.

Und was ist, wenn ich nicht nur Vertrauen von ihr fordere, sondern auch selber Vertrauen in sie gebe? Ein bisschen Angst vor Enttäuschung ist da, aber ich spüre, das ist eine richtige Spur. Schließlich ist sie auch nur ein Mensch. Noch dazu einer, der mir eigentlich nichts Böses will.

Etwas weitet sich in mir. Ich atme Vertrauen. Fülle meine Lungen damit und lasse es weiter durchs Herz und bis tief in den Bauch strömen.

Der Kloß im Hals wehrt sich noch, aber er wird poröser. Weiteratmen. Vertrauen haben. Atmen. Ein. Aus. Pause. Der Kloß löst sich. Meine Augen fangen an zu brennen, doch bleiben sie ohne Tränen. Immerhin sitze ich in der U-Bahn. (Obwohl das auch kein echtes Tränen-Hindernis ist.)

Schließlich weitet sich meine Kehle endlich wieder. Mein Entschluss ist klar:
Morgen will ich es ihr, morgen werde ich es ihr sagen.

II. Frei sein

Ich bin durch! Ich habe es ihr gesagt! Irgendwie kamen die richtigen Worte. Ohne Vorbereitung, ohne zurechtgelegtes, vordiktiertes Herunterrattern von Argumenten. Ohne aufgesetztes Schuldbewusstsein und ohne gespielten Enthusiasmus bin ich schlicht bei mir geblieben.

Sie war ganz offen! Hat sich sogar für mich gefreut und mir die Rückmeldung gegeben, ich würde ganz klar und stabil wirken. So konnten wir ganz offen von meiner inneren Checkliste und anderen Vorsorgemaßnahmen sprechen.

Als ich die Praxis verlasse, fällt ein Gewicht von mir ab.

Die Sonne scheint vom grauen Himmel und auf dem Weg zur Bahn setzt leichter Regen ein. Ich freue mich. Halte mein Gesicht in die leichten, kalten Tropfen; überquere noch die Straßenkreuzung.

Dann drehe ich mich um, um den Regenbogen zu betrachten.

*Wichtige Bemerkung dazu!!! Ich will niemanden durch diesen Text dazu ermutigen, leichtfertig seine Medikamenteneinnahme abzubrechen! Zumindest eine Zeitlang sind Medikamente ein wichtiger, notwendiger Bestandteil für die Therapie! Bereits ein Jahr zuvor hatte ich mit meinem Therapeuten das Ausschleichen durchgespielt und von ihm Ermutigung erfahren, es mit meiner Ärztin zu besprechen, was ich aber nie geschafft habe. Es ist reiner Zufall gewesen, dass es schlussendlich so gekommen ist, wie ich es hier geschildert habe. Es ist wichtig, diese Sache mit jemand Fachkundigem vorher zu besprechen und dessen Meinung dazu zu hören!

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Guter Vorsatz fürs neue Jahr: Immer schön negativ denken!

Der letzte Tag des Jahres ist da, und ich liege gesundheitlich angeschlagen im Bett. Kopf und Ohren dröhnen und schmerzen, Nase ist dicht, Hals brennt. Blöd!

So kann ich nicht schlafen, aber zum Wachsein bin ich zu schlaff. Ich hänge zwischen den Welten in diesem dösigen Zustand, den man auch oft vor dem Einschlafen hat. Fast wie im Traum tauchen zusammenhängende Bilder und Gedanken vor mir auf. Eine Art Bilanz meiner bisherigen künstlerisch-kreativen Laufbahn von der Oberstufen-Schulzeit übers Studium bis zur Ergotherapie in der Klinik damals.

Immer wieder taucht die Erinnerung an ein Praxisseminar an der Uni vor mir auf. Damals hatte ich ein Seminar zur Einführung in verschiedene Drucktechniken belegt. Der Honorardozent, selber ein bildender Künstler, hatte als frei auslegbares Oberthema „Selbst“ gewählt, das er uns in einer angenehm sachlichen Art in guter Balance zwischen planerischem Denken und Offenheit für Zufallseffekte näherbrachte. Der Kurs hat mir viel Spaß gemacht, denn zu dieser „schwarzen Kunst“ zieht es mich seit der Oberstufenzeit hin.

Besonders eine Technik, die ich bisher nur dieses eine Mal durchgeführt habe, ist mir hängen geblieben: Aquatinta. Eine Ätztechnik, bei der man in mehreren Stufen abwechselnd die Druckplatte imprägniert und in die Ätzlösung legt, sodass durch verschiedene Helligkeitsstufen das Motiv erkennbar wird. Eine für mich recht anspruchsvolle, aber reizvolle Aufgabe, denn hier braucht es eine gut strukturierte und umgekehrt logische Denkweise. Man muss sozusagen negativ denken – alle Stellen, die hell bleiben sollen, müssen mit dem dunklen Lack imprägniert werden.

Es ist das einzige Werk in diesem Kurs, in dem ich mich dazu überwinden kann, mich vor den Spiegel zu setzen und ganz konkret Gesichts- und Wesenszüge einzufangen versuche. Nachdem ich also zögerlich in einigen Strichen mein Gesicht auf ein Blatt Papier skizziert habe, beginne ich mit der Übertragung und Planung für den Druckstock.

Negativ denken macht Spaß! Das Pferd von hinten aufzuzäumen scheint wohl eine Wesensart von mir zu sein, wie ich so im allgemeinen Rückblick feststelle.

Irgendwann schließlich kommt es endlich zum Druck. Gespannt auf das Ergebnis drehe ich das Papier um, nachdem es aus der Druckerwalze kommt, und bin platt. Es ist ein absoluter Wow-Effekt! Aus ein paar eher unmotivierten Linien ist eine verschiedenstufig abgetönte Fläche entstanden. Zufall und Planung haben sich auf wunderbare Weise ergänzt. Ich freue mich riesig, dass ich das Prinzip des Negativdenkens richtig verstanden und angewendet habe. Das Motiv ist zufälligerweise mein Gesicht und eher zweitrangig für mich.

Mit diesem Erfolgsgefühl komme ich einige Zeit später auf Heimatbesuch und präsentiere die Ergebnisse aus diesem Kurs. Wie so oft wird alles mit einem freundlichen Nicken abgetan. Doch bei dem Aquatintaselbst hält meine Mutter kurz die Luft an. Meine Begeisterung kommt nicht richtig an. Ihr Mund wird zu einem Strich. Dann holt sie aus und schlägt mir ein „Die Kinnpartie ist zu breit geworden“ um die Ohren. Das war´s.

Freude und Begeisterung sacken in mir wieder zusammen. Für eine lange Zeit kann ich diesen Druck nicht ohne diesen Schmerz betrachten, bis beides in Vergessenheit versinkt.

Mein Traumbewusstsein wandert zur nächsten Station. In der Klinik, in der ersten Zeit auf der Station, hatte ich das kurze Glück, dass die Ergotherapieabteilung relativ spärlich besucht war. So hatte der ehrenamtlich dort arbeitende Künstler dort unten im Keller etwas intensivere Betreuungszeit für mich übrig. Ohne von meiner Vorliebe fürs Drucken zu wissen, schlägt er mir bei meinem ersten Besuch dort unten vor, einen Linolschnitt zu machen. Sehr untypisch, wie spätere Erfahrung zeigt. So kann ich mich dem Thema während meiner Krankheit wieder annähern. Das schrittweise Vorgehen wirkt sehr strukturbildend, was mir in dieser Phase der Psychose mit mangelnder Konzentrationsfähigkeit sehr gut tut, weil es das Tempo aus meinen Gedankenströmen herausnimmt. Es gelingt mir in dieser Zeit, einen Linolschnitt anzufertigen. Schließlich aber füllt sich die Klinik und damit die Ergotherapie wieder nach den Ostertagen. Der Künstler nimmt die scharfen Ausschabewerkzeuge wieder unter Verschluss, hat keine Zeit mehr für mich, der Platz in den engen Räumlichkeiten wird knapper, die Acrylmaler breiten sich mit Staffeleien, Modellen und Betreuungsansprüchen aus. Ich ziehe mich zurück.

Nach einiger Zeit lerne ich doch noch etwas Neues kennen, eine malerische Technik diesmal. Ich fange an, mich ein wenig mit Seidenmalerei zu befassen. Materialbeschaffenheit und Farbgestaltungsmöglichkeiten gefallen mir. Auch hier kann/muss man mit Konturen arbeiten. Auch wenn es aufgrund der Enge in den Räumlichkeiten relativ schwer ist, fertige ich drei sehr verschiedenartige Tücher an. Handwerklich sicherlich noch ausbaufähig – die Gestaltung beruht sehr auf Versuch und Irrtum – gefallen mir die Motive dennoch. An diese drei Tücher denke ich jetzt im Traumbewusstsein. Und ein Geschenk kommt zu mir, eine Erkenntnis: Dieses kreative Tätigsein ist doch eine wunderbare Gabe! Sie ist nicht so selbstverständlich, wie ich sie immer abgetan habe. Und sie ist meiner Wertschätzung würdig. Ich brauche mich nicht mehr mit dem Kämpfen und Resignieren im Wunsch nach einem echten „Das hast du gut gemacht“ meiner Familie abzustrampeln. Ich darf und kann mir selbst ein „Das hast du gut gemacht“ geben. Und genau in diesem Moment spüre ich die Sehnsucht und gleichzeitig die Tatkraft in mir, endlich wieder negativ zu denken und künstlerisch tätig zu werden. Dazu brauche ich nur geeignete Räume und etwas Anleitung. Wieder einmal bin ich so dankbar, in dieser großen, wunderbaren Stadt mit ihren vielfältigen kulturellen Angeboten gelandet zu sein. Mein Tor zur Welt.

31.12.2015
Aquatintaselbstwerdung

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Das Universum schlägt zurück

Er hat mich eingeholt, der Hometown-Blues. Ich kann es mir nicht so recht erklären. Ich hatte gedacht, ich hätte ihn abgehängt. Früher hatte ich ihn oft, wenn wir vom Heimatbesuch wieder nach Hause fuhren, es war der Schmerz meiner Kindheit, der dann immer wieder hochkam.

Vielleicht war es einfach die stressige Woche mit vielen dichten Einschlägen privat und auf der Arbeit. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns den Rauhnächten nähern und die Grenzen zwischen den Sphären durchlässiger werden und viele innere Vorgänge in mir brodeln. Vielleicht ist es mein frisch geformtes Ich, das den Hometown-Blues mit seinen Ist-Werten noch nicht kennt und tatsächlich noch Erwartungen hat, die enttäuscht werden könnten. Vermutlich ist es eine Mischung aus alledem.

Schließlich ist es Heiligabend und ich blicke sorgenvoll auf den anstehenden Heimatbesuch. Leicht verzweifelt versuche ich es mit einem Wunsch ans Universum: ich wünsche mir, dass es ein möglichst entspanntes Beisammensein wird. Das ist doch ein guter Wunsch, nu mach mal, liebes Universum, denke ich und fahre mit dem Packen fort.

Doch das Universum schlägt zurück. Mach doch selbst, sagt es:

Bevor es auf die Reise gehen soll, gibt es noch ein kurzes Textnachrichtengeschreibe mit einer Freundin. Ich merke, dass ich etwas pieksig werde, obwohl ich es eigentlich locker, humorvoll klingen lassen wollte. Es kommt zu einem kurzen Innehalten mit der Erkenntnis, dass meine eigene Angespanntheit ganz schön groß ist und die Verletzbarkeit durch unfreundliche oder unentspannte Situationen enorm steigert, wenn nicht sogar hervorruft. Sogleich fällt mit einem lauten Plumps der große Brocken von meinem Herzen. Ich kann tief durchatmen.

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Was soll ich sagen, es hat gewirkt. Es war eine größtmöglich entspannte Feierei, bei der wir uns einfach freuen konnten, uns im Familienkreis mal wiederzusehen. Es konnte tatsächlich ein Fest der Liebe sein.

03.01.2016

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Wörterbuch des Herzens

In den letzten Jahren, seit auf meiner Arbeit ein System eingeführt wurde, das eine Bonuszahlung an gemeinsam festgelegte zu erreichende Ziele und individuelle Leistung koppelt, macht mir diese jährliche Zielvereinbarung Bauch- und Kopfweh. Ich merke, ich habe ein Problem mit Zielsetzungen, nicht nur mit meiner sich verwandelnden Lebensvision. Sie verursachen mir unangenehmen Leistungsdruck und Stress für Aufgaben, die ich vorher aus eigenem Antrieb in mehr als gewissenhafter Weise gerne erfüllt habe. Als kleines Licht in der großen Wirtschaftswelt schwimme ich zunächst mit dem Strom und blende diese Zielsetzungssache weitestgehend aus.

Weitestgehend. Denn immer wieder beschäftigt es mich gedanklich, diese Sache mit den Zielen, dieses in meiner Sicht beschränkte Leistungsdenken, das ganze System, das mir bigott und daher abstoßend vorkommt, weil in den Firmenphilosophien häufig von individueller Wertschätzung und Förderung die Rede ist und der Mensch angeblich im Mittelpunkt steht, letzten Endes aber doch bloß Leistung und Zahlen bewertet werden. Naja, und dann ist da ja auch diese persönliche Note, diese persönliche Abneigung gegen Ziele… Ich sehe mich selber gerne in dem Licht, zu schauen, was das Leben und der Tag mir so bringen und dann daraus etwas zu machen. Ein etwas mäanderndes und amöbenhaftes Lebensgefühl, in dem ich die Qualität der Akzeptanzfähigkeit sehe. Ich denke, ich kann von mir sagen: Ich habe keine Ziele. – Denke ich…

…und dann…

Das Kreuzworträtsel eckt bei mir an. Missgunst mit vier Buchstaben gesucht.
Widerwillig trage ich ein: NEID.
Woher kommt dieser Widerstand?

Das Herz meldet sich.

Missgunst – das Wort sagt es bereits – nicht gönnen; etwas als gut Bewertetes dem anderen nicht gönnen, ein Gift für die Seele und die Atmosphäre.

Neid – ein Was-der-andere-hat-bewerte-ich-als-gut-und-will-sowas-auch-haben/sein/können, ein Wunschkatalysator also, ein Wegweiser und Antrieb.

Herz sagt: Manchmal gehen Missgunst und Neid Hand in Hand, das kann wohl vorkommen. Aber sie sind auf keinen Fall deckungsgleich.

Natürlich wird bei mir gleich mal wieder die Selbstanalyse angekurbelt. Hm, wirklich missgünstig bin ich sehr selten. Aber neidisch bin ich wohl schon manchmal. So ein Wegweiser hat ja irgendwie auch ein Ziel im Sinn… Das Ich meldet sich damit zu Wort und das ist doch eigentlich ganz gut so.  Habe ich vielleicht doch Ziele? Immerhin beginne ich damit, diesen Gedanken ganz langsam zu akzeptieren.

Aus Zeitmangel gerät das Ziel, über Zielsetzungen klarer zu werden, immer wieder aus dem Fokus. Doch es ploppt immer mal wieder auf. Mindestens einmal im Jahr…

04.11.2015

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Ein treuer Begleiter verabschiedet sich

Ein altbekanntes Gefühl begleitet mich verstärkt (aber nicht nur) durchs Arbeitsleben: Irgendwie komme ich mir wie ein Fremdkörper in jedem Unternehmen vor. Ist halt Beruf, sage ich mir, nicht Berufung. Ein Broterwerb. Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. Diese Binsenweisheit habe ich dann so halt auch oft übergeneralisierend gelebt, immer gepaart mit innerer Rebellion und Ausbruchversuchen. Das Gute daran: Es hat sich ein einigermaßen stabiles Abgrenzungsvermögen in diesem Bereich entwickelt.

Im Laufe des vergangenen Jahres hat sich etwas getan. Erst unmerklich, dann immer mehr im Vordergrund des Bewusstseins. Das Fremdkörpergefühl schwindet. Die Isoliertheit macht Platz für etwas Neuartiges. Schon seit einiger Zeit, seit etwa der Hälfte meiner Selbstentwicklungsausbildung ist mir eine Art Mantra gegen dieses Isoliertheitsgefühl in den Sinn gekommen: Ich bin ein Teil davon.

Das Ganze geht so: Ich sitze mal wieder vertieft in meine Arbeit, meine Kollegen unterhalten sich über irgendwas – beruflich oder privat – und ich fühle mich ausgeschlossen. Ich nehme das unwohle Gefühl wahr, begrüße es freundlich, bedanke mich, dass es sich zeigt und nehme es bei der Hand zu meinen anderen Anteilen. Ich erkläre ihm: „Auch wenn es für dich jetzt gerade anders aussieht, ich bin ein Teil davon. Ich bin ein Teil dieses Systems. Ich bin ein Teil davon. Ich bin ein Teil davon. Ich bin…“

Dieser Zauberspruch bewirkt baldige Entspannung, sodass ich ohne Druck entscheiden kann, ob ich z.B. mitrede, eine kurze Bemerkung einwerfe oder einfach weiterarbeite und den Soundhintergrund als Hörspiel nehme.
Das Manko des Ganzen: Es hält nicht lange an, bleibt kopfgesteuert. Eine Funktion, die ich immer wieder bewusst aktivieren muss (aber immerhin kann).

In diesem Jahr hat sich etwas geändert. Es hatte sich in einer Nische versteckt und gewartet, bis ich vorbeikomme, um mit einem „Hu“ vor meine Nase zu springen. – Was mich mal wieder zu Tränen gerührt hat. – Ich kann es fühlen!

IchbineinTeildavon ist jetzt in meinem Herzen, in meinem Bauch! Ich muss es mir nicht mehr sagen, jedenfalls nicht mehr so oft. Völlig neue Möglichkeiten eröffnen sich dadurch. Klar, Abgrenzung zur Arbeit ist immer noch erforderlich, um sich nicht von ihr auffressen zu lassen. Aber sie ist nicht mehr so zwanghaft, ist durchlässiger geworden. Und ich kann jetzt eher mal dahin schauen, wie ich mein Potenzial, meine Berufung, tatsächlich und wie immer vom Arbeitgeber gewünscht, pro-aktiv in meine jetzige Stelle einbringen kann. Der Blick hat sich geöffnet und geht wieder ein Stück mehr über den Tellerrand.

Weiß nicht, wohin diese Reise noch führt. Jetzt jedenfalls schaue ich mir erstmal die Sehenswürdigkeiten dieses Ortes an und genieße die Schönheit darin.

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Abgrenzung

Einem neu geborenen Fohlen gleich
Kommt sie wacklig auf die Beine
Stakst sie über die Wiese
Zielbewusst sucht sie sich
Mit Tasten und Stupsen ihre Nahrungsquelle

Frisch genährt
Wagt sie sich weiter
Neugierig, in größer werdenden Kreisen
Übermütig manchmal, fast geht sie durch
Versteigt sich

Bis sie ihre Gangart findet
Und in meist gleichmäßigem Schritt
Ein vor Kraft und Schönheit
Strotzendes Wesen ist
Das in der Herde seinen Platz hat

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Mitgefühl vs. Co-Abhängigkeit

Die Auseinandersetzung mit meinem Verhaltensmuster, mir immer wieder die hartnäckigsten, therapieresistenten/-allergischen Menschen in mein Leben zu holen, hat mich an einen Gedankenknoten gebracht.

Ich glaube, es ist ein in unserer Gesellschaft immer noch recht weit verbreitetes Selbst-Missverständnis: zu geben, was man selbst braucht.

Ich gebe oder habe bis vor kurzem das gegeben, was ich brauche…Akzeptanz. Das Gefühl, angenommen zu sein in meinem So-Sein. Und dieses Missverständnis hat zum nächsten Missverständnis geführt: ebendiese Akzeptanz als Mitgefühl zu verstehen. Ein ganzer Strudel ungünstiger Verwirrungen entsteht daraus, der mich da in eine Co-Abhängigkeit zieht.
Jetzt schlagen meine inneren Spürhunde an. Da liegt der Hase im Pfeffer. Ich werde neugierig. Was ist eigentlich Mitgefühl? Und was genau macht Co-Abhängigkeit aus?

Die Recherche im Internet, um eine für mich schlüssige Definition von Mitgefühl zu finden, ist nicht besonders ergiebig. Auch in Büchern, die mir zu der Thematik einfallen, finde ich nichts. Bis mir ein Buch in den Sinn kommt, das wir gemeinsam in dem Lesekreis, in dem ich bin, gelesen haben. Die Integrale Lebenspraxis. Damals kam es uns oft in vielen Punkten überheblich und selbstgefällig vor, aber beim Wiederlesen entdecke ich viele Kostbarkeiten, die mit einem wertfreieren Blick gelesen einfach gute Anregungen bieten, ohne den Anspruch eines totalitären Gebots.

Im Bereich über Integrale Ethik wird zwischen männlich und weiblich konnotierten Anteilen von Mitgefühl unterschieden:
„Wir sorgen für uns selbst und andere, nicht für andere statt für uns selbst.“ (Integrale Lebenspraxis S. 331, S. 336 f.) Integrale Ethik praktizieren heißt: imstande sein, je nach Anforderungen der Situation sowohl männliches als auch weibliches Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen. Weibliches Mitgefühl: Akzeptanz, Fürsorge, Zuwendung, Liebenswürdigkeit; männliches Mitgefühl: klar urteilen, Herausforderungen begegnen, Grenzen setzen, schonungslos aufrichtig sein – alles motiviert durch Liebe.

Wichtig ist es zu verstehen, dass in jedem von uns, egal ob Mann oder Frau, männliche und weibliche Anteile vorhanden sind und diese idealerweise in einem Tanz miteinander zu sehen. Eine Zuordnung von Eigenschaften als männlich oder weiblich eckt mal wieder bei mir an, aber damit werde ich mich später mal beschäftigen.

In den weiblichen Anteilen kann ich mich gut wiederfinden, damit bin ich ok. In den männlichen Anteilen entdecke ich viele Schatten bei mir. Auch wenn ich einige dieser Eigenschaften in mir wahrnehme, funkt immer wieder eine kritische Stimme dazwischen. Diese Stimme versagt mir die Erlaubnis, die Eigenschaften zu leben oder auch nur an sie zu denken. Hm, sehr interessant…

Zum Thema Co-Abhängigkeit werde ich im Internet besser fündig. Allerdings beschränken sich die gängigen Seiten meistens auf den klassischen Ursprung dieses Begriffs, nämlich der Arbeit mit Suchtkranken und ihren Angehörigen. Eine Seite aber spricht mich besonders an – der Autor geht zunächst sprachlich an das Thema heran. Er diskutiert den deutschsprachigen Begriff der Co-Abhängigkeit, da er eine Schuldzuweisung an die Angehörigen vermittelt. Außerdem verweist er auf zwar veraltete Konzepte anderer Autoren, die aber eben den Ansatz verfolgen, die Angehörigen in die Behandlung von Suchtkranken miteinzubeziehen. Integrative Konzepte also. (Quelle: www.co-abhaengig.de, Jens Flassbeck) Letzten Endes geht es jedoch immer irgendwie um Beziehungen. Und so kann ich die Informationen in andere Bereiche übertragen.

Wenn ich jetzt den Transfer wage, und den Begriff Sucht (im klassischen Sinn) zum Beispiel durch Unglücklichsein oder Problemtrance ersetze, lässt sich dieses Konzept wunderbar auf andere Beziehungsgeflechte und Krankheits-/Störungsbilder übertragen.

Auf einer anderen Seite wird es dann für mich noch greifbarer und konkreter beschrieben und eben dieser Begriff von Sucht geweitet:
„Coabhängige sind süchtig nach Kontrolle und Bestätigung. Da sie nicht gelernt haben, sich selbst zu lieben, sind sie nicht in der Lage, es Anderen zu überlassen, ob sie sie mögen oder nicht, sondern versuchen, Liebe und Bestätigung herbeizumanipulieren. Der grundsätzliche Irrtum, dem Coabhängige erliegen, ist zu glauben, dass Liebe kontrollierbar und herbeimanipulierbar sei. Ihre Aufmerksamkeit ist so sehr damit beschäftigt, bewusst oder unbewusst zu kontrollieren, was ihr Gegenüber fühlen, denken, tun oder lassen soll – oder auf keinen Fall fühlen oder denken soll – , dass der Kontakt zu den Gefühlen im eigenen Körper so gut wie abgestorben ist. Wenn sich das Gegenüber nicht so verhält, wie sie es gerne hätten, sehen sie dies als ihr persönliches Versagen an.“ (Quelle: www.sein.de, Elke Jari)

Wow, das haut rein bei mir. Da kommt etwas aus seiner Höhle herausgekrochen… Das muss alles erstmal sacken…