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Leichtigkeit

2. Versuch, von sekundären Gefühlen bereinigt

Wie schwer es sein kann, leicht zu sein
Wie leicht es sein kann, schwer zu sein
Das Urteil anderer
Zu oft gehört
Eignest du dir an
Gehst mit Schwere durch die Welt
Verbiegst dich
Verpackst dich als Lightprodukt
Für die anderen
Was dich noch schwerer macht
Bis du eines Tages erkennst
Was dir Freude macht
Tief eintauchen
In Gefühle
In Gedanken
Bedeutung
Sinn suchend
Wie beim Cloudwatching
Formen am Himmel zu sehen
Um sie dann ziehen zu lassen
Wie die Wolken

Feder Leichtigkeit

Das Urteil spricht gerne
Von geistiger Schwergewichtigkeit
In hoch oben schwebender Ferne
Und skorpionischer Tiefe voll Undurchsichtigkeit
Scannen alle Sinne die Metaebenen ab
Durchleuchten die Themen Farb um Farb

Das Opfer befreit sich
Von Schuld spricht sich´s frei
Es reckt seine Schultern
Holt das Herz sich herbei
Setzt an und spricht dann aus voller Brust:
Ja, Fühlen und Denken bereiten mir Lust!
Was manche beurteiln als Arbeit und Schmerz
Bringt Helligkeit und Freude
Macht leicht ums Herz

disziplin gedicht ball hängematte

Kein blinder Gehorsam
In einem starren Gerüst
Aber ein Halt
Der Orientierung gibt
Und dich beisammen hält

Grenzen kennen und achten
Und wissen, wie weit
Und wann
Sie überschritten werden dürfen

Am Ball bleiben
Und den Ball einmal beiseitelegen
Ein Ziel im Auge behalten
Bei allen Biegungen des Weges
Das braucht achtsamen Mut

gelassenheit-nebelquelle

Wie des Teiches stilles Wissen
Über das Vergeh´n der Ringe
Die der Kiesel hinterlässt

Gewissheit unter Wolkenkissen
Über des Himmels treues Blau
Wenn sie der Wind mal nicht wegbläst

Wie der Anblick eines Platzes
Der Geborgenheit verspricht

Wie das Kästchen eines Schatzes
Doch den Inhalt sieht man nicht

Wenn du ihn eifersüchtigt hütest
Verlierst du diesen Schatz im Nu

Wenn du ihn frei, in Demut bittest
Findet er lächelnd in dir Ruh

Findet er lächelnd in dir Ruh

Manchmal, da der Schmerz dich fast zerreißt
Kannst du noch immer dankbar sein
Dankbar, dass er sich dir zeigt
Auch wenn du nicht mehr weiterweißt

So lieferst du dich mutig aus
Du gibst dich hin, mit allen Fasern
Und gehst durch ihn hindurch
Bis du wieder nach vorne schaust

Genährt von wundersamer Kraft
Wirst du aus all-einer Quell
Ich schaue zu dir auf
Auch wenn die Wunde in dir klafft

Mein Vertrauen an dich ist hier
Gern lass ich mich von dir führen
Weiß mich ja geliebt
Mein liebes Herz, ich folge dir

Was ist es nur
Was macht es aus
Die Frau, den Mann in dir?

Der Gegensatz
Beherrscht die Sicht
Und Wurzeln bilden sich hier

Des Körpers Eigenschaften
Haben Kulte begründet
Seit früher Menschenzeit

Geben und Nehmen
Erzeugung, Empfängnis
Fortpflanzung gelingt nur zu zweit

Mutter und Vater
In dir leben sie fort
Mit Genen und inneren Werten

Kollektives Gedächtnis
Schlummert tief in dir drin
Mit wehenden Mähnen und Bärten

Was machst du damit?
Was fängst du damit an?
Bekämpfen oder bestärken?

Es macht dich zu dir
Was auch immer geschieht
In Gedanken, Worten und Werken

Die Kräfte in dir
Schau auf sie drauf
Mit weitem Herzen im Blick

Dann eröffnet sich dir
Die kosmische Pracht
Mit staunendem, fühlvollem Glück

Zeig dich darin
Drück dich ruhig aus
Gib dich als Geschenk in die Welt

Ob weiblich, ob männlich
Lass es raus, lass es raus
Unter irdischem Himmelszelt

Mit geschlossenen Augen
Bleibst du noch wach
Und atmest tief in den Raum

Der Kuss auf die Stirn
Kitzelt dich leicht
Und beflügelt den wurzelnden Baum

Er streckt seine Zweige
In den Himmel hinein
Wächst über die Wolken hinaus

Es ist wie es scheint
Das Weltengeflecht
Gleicht männlich und weiblich aus

Die Gedanken rasen
Sie eilen voraus
Wollen planen
Und verheddern sich dabei
Wie zu viele Pfeile
Von zu vielen Bogen abgeschossen
Lenken sie sich gegenseitig vom Ziel ab

Da hilft nur Innehalten
Augen schließen
Und ins Hier und Jetzt atmen

So wird aus den vielen Pfeilen
Einer

Ihr brummt so schön
Ein ganzer Schwarm
Wollt endlich los
Ausschwärmen

Eine große Burg
Der Ausgang ist klein
Doch schafft ihr es
Dann könnt ihr euch
Am Tageslicht aufwärmen

Ich streichel euch
Die ihr nicht wisst
Ihr könnt doch gar nicht fliegen
Ihr seid zu dick
Die Flügel klein
Straft ihr althergebrachte Denke Lügen

Wie goldener Honig fließt der Duft der Lindenblüten in die Natur
Weich und warm umschließt er Seelenwunden
Und lässt sie heilen
Es schnuppert mich
Durch beide Nasenlöcher tief in den Körper hinein
Den diese Erde trägt
Und macht ihn leicht und schwer zugleich

Liebe Mutter Erde
Ich mute mich dir zu

So laut tickt sie
In meinem Kopf
Und macht mir Druck
Jetzt tu mal was
´s ist spät, ´s ist spät
Die Hähne krähn
Wieviel Zeit habe ich noch?
Was passt noch hinein
In dieses Leben?
Bin ich süchtig nach Glück?
Ich lausche dem Ticken
In der Stille
Es hat auch Beruhigendes
Betont die Stille
Betont die Mitte
Aus der sich ein Lächeln zeigt
Ein Lächeln
Für dieses Geburtsrecht
Ein Lächeln
Für die Vergänglichkeit
Ein Lächeln
Das deutlich macht
Dass so oder so
Ein erfülltes, glückliches Leben da ist
Das zu jedem Schlusspunkt Frieden haben darf