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Durch rauchige Nächte
Treibt die wilde Jagd
Die Schatten meines Ichs
Die Schatten aus einer vergangenen Welt
Aus verdrehten Wünschen und Hoffnungen
Namenlos treibt es sie
Ziehen sie vorbei
Und bringen mir Angst, Schmerz und Qual
Was einst Freude und Höhenflug war
Führt nun zu meinem tiefen Fall
Klarheit und Verwirrung wechseln sich ab
Tanzen in wildem Reigen
Ich schau allem zu
Leicht fassungslos
Vielleicht soll mir das etwas zeigen
So denke ich nach
So lasse ich los
Ein ständiges Auf und Ab
Klimmzüge sind leichter
Doch komm ich hier durch
Bin ich neu und wunderbar stark.

Auslagenanguck
Wortezurechtleg
Herzklopfen, innerer Tritt in den Hintern, Schubs nach vorn
-jetzt sag´s halt-
„Äh, haben Sie eventuell auch diesen quadratischen Schoko-Baiser-Kuchen da?“
Verkäuferin stutzt kurz, geht in den Nebenraum, kommt mit einer Scheibe des genau richtigen Gebäcks wieder.
Sie hat verstanden, was ich gemeint habe! Ich habe mich mit einer Frage zugemutet! Und Erfolg gehabt.
-Aha, so geht das also…-
Freu

29.11.2015

…sehr merkwürdig… Mein Blick zurück, der mich zur Neubestückung dieses Blogs gebracht hat, ist gleichzeitig ein Blick und ein Schritt nach vorn… Sollte ich etwa im Kreis wandeln, ohne es zu merken? Hm, vielleicht ist es auch nur eine neue Windung in der Spirale der Entwicklung mit Ausblick auf vorherige Windungen? Wäre ja schön und wünschenswert… Ich weiß es nicht. Mal wieder das liebe Nicht-Wissen. Vertrauen haben in den Weg.
***
Ich mach jetzt einfach mal und streue neueres Geschreibsel in den bisherigen eher chronologischen Fluss. In der Hoffnung, dass es nicht allzu sehr verwirrt. Mal sehen, was passiert…

Sie flüstert kitzelnd dir ins Ohr:
Geh weiter, du bist genau richtig in deiner Spur!
Sie umwebt im Federspiel dir Arme, Beine, Hals.
Haucht kleinsten Gedanken Überschwall zu.
Nährt sie mit leichter Dunkelheit.
Auf dass dein Strahlen sichtbar wird.
Halte die Sinne nur bereit.
Jede Zelle durchfährt magnetisches Gleißen
In flirrend atmendem Geöffnetsein
Nimm an deine Empfindsamkeit.

Trifft die Heldin den Dämon.
Unbeeindruckt.
Dämon
Bläht sich auf
Heldin
Sagt: Ich kenne dich!
Dämon
Faucht, zischt, droht
Heldin
Sagt: Ich mag dich!
Dämon
Wächst, riesenhaft, zerstampfend
Heldin
Sagt: Zerstampfe mich, wenn du musst,
Ich mag dich!
Dämon
leicht verunsichert (darf die Heldin niemals wissen)
tobt, rast, schnaubt
Heldin
Lächelt, leicht verunsichert (sieht der Dämon zum Glück nicht),
doch unbeirrbar in dem Einen
Sagt: Du kannst toben, rasen, schnauben,
Du kannst mich zerstampfen, vernichten, zerstören,
Ich kann nichts dagegen tun
Doch ich bin hier und geh nicht fort.
Ich lass dich nicht allein. Denn Du bist ich und ich bin du.
Ich mag dich!
Dämon
Sackt zusammen
Wird ganz klein
Und handzahm
Heldin
Steigt auf.
Zusammen ziehen sie fort
Den Weg ihrer Bestimmung entlang.

Erzählen Geschichten
Von Blei und Kristall
Von Radiumwasser
Von Destillerei
Und Brauerei
Alchimistentum
Und Trank
Was bringt es uns?
Sind wir nun hier
Blicken hindurch
Klares
Sauberes
Farbiges
Durchsichtiges
Aufnahmebereit
Für Neues
Das wir vollbracht

Wie ein warmer Regen
Kommt er auf mich nieder.
Ich habe gesehen,
Und ich wurde gesehen.
War einfach nur da.
Habe mich gezeigt.

Prassle, Regen, prassle,
Und lass mich wachsen!