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Zecken

Zecken
Saugen aus das Blut
Saugen aus die Nerven
Dünn wird das Kostüm

Leiber
Füllen sich mit Nahrung
Füllen sich mit Stärke
Fett wird die Lebe

,

Mein Herz ist schwer

Mein Herz ist schwer
Ist ein Stein
Der blutet
Schwarz und öligzäh
Fließt der Strom
Überklebt
Überzieht
Alles was kommt
Mit einem Film

Mit bloßen Händen
Schaufle ich
Wische ich
Hinfort das Zeug
Wohin damit?
Es abschmieren?
Reich mir den Lappen dort
Der Weg ist zu weit für mich
Noch

,

Schlange

Eine Schlange
Unter jedem Stein
Wartet
Lauert
Züngelt
Riecht

Gelegenheit

Liegt in der Sonne
Friedlich
Wachsam
Verdauend
Bereitet sich vor
Aufs nächste Warten

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Auf dem Grund fischen

Ich stehe vorm Spiegel
Ganz dicht
Ganz nah
An mir dran
Schaue in meine Augen
Ganz tief
Hinein bis auf den Grund
Ganz klar

Müsst´ ich doch sehen
Die Gedanken
Wie kleine Fische
Blitzen kurz auf im Sonnenlicht
Verschwinden schnell wieder
Im Schatten des Seins
Breit´ ich aus das Netz
Vielleicht
Schwimmt einer hinein

Schau ich mir ihn an
Die anderen
Sind da, ich weiß es
Lass ich sie wachsen
Manche vergehen
Manche schwimmen, wimmeln weiter
Wieder andere werden groß
Werden ruhiger
Und kommen
Von allein ins Netz
Doch es braucht Zeit, Geduld

Wart´ ich schon so lang

Ich stehe vorm Spiegel
Ganz nah
Ganz dicht

,

Kastenteufel

Unerwartet springt er hervor,
Wenn man nicht an ihn denkt.
Er öffnet dem Schatten Tür und Tor,
Ist eine Kraft, die dich lenkt.

Er schaut Dich an und lacht und grinst
Und wackelt an seiner Feder.
Drückst du ihn auch weg, das hirnen Gespinst,
Sitzt er doch fest unter deinem Leder.

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Jetzt leben!

Ich spüre den Schmerz
Bis in den tiefsten Muskel,
Vermag mich kaum zu bewegen.
Jeder Atemzug erinnert mich daran:

Dass ich lebe!

Dass ich wie ein Kind
Bis zum Äußersten und darüber hinaus
Auf dem Trampolin gesprungen,
In den Seilen geklettert bin und
Gelacht habe aus tiefster Seele!

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Applaus

Wie ein warmer Regen
Kommt er auf mich nieder.
Ich habe gesehen,
Und ich wurde gesehen.
War einfach nur da.
Habe mich gezeigt.

Prassle, Regen, prassle,
Und lass mich wachsen!

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Vertrauen

Ich bin gefallen
Und habe geschrien.

Danach war alles dunkel und leer.
Und leicht. So leicht.
Ungläubigkeit breitet sich aus.
War ich das wirklich?
Habe ich das getan?
Und ihr seid noch hier?
Und habt mich noch lieb?

Ja, haben sie gesagt.
Ja!

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Was uns verbindet

Wir sind zwei verlorene Kinder
Die sich, jeder einzeln, ganz langsam,
durch die Wüste bewegen.

Doch wir haben unsere Phantasie und
Einen winzigen, starken Lebensfunken.
Sonnen wir das Leben entdecken.
Und in jedem Sandkorn einen
Regenbogen sehen.

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Ins Leben finden

Ein langer Weg war es bis hierher. Ich schaue zurück.
Nicht immer waren es leichte Zeiten. Oft holperig und mit Steinen versehen.
Doch jetzt fasse ich einen Entschluss: ich möchte gesehen werden, möchte meine Gedanken teilen.
So werde ich hier einige meiner Gedichte der letzten Jahre einstellen. Sie waren mir eine Hilfe, Gedanken und Gefühle zu sortieren und zu kanalisieren. Und vielleicht gibt es einen Widerhall in anderen da draußen…