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Wintergedicht

wintergedicht

Schnee liegt auf allen Oberflächen
Ruhig und schleierhaft weiß
Gedämpft sind alle Töne
Alles ist still und leis
Die Einladung zum Schlafen
Nehm gerne ich nun an
Ich träume mir mein Leben
Soweit ich träumen kann
Kommt irgendwann ein Sommer?
Ich träum ihn mir herbei
Dann erwacht das Leben wieder
Die Gedanken werden frei

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Mikro-Moment

Mikro-Moment

Kalte Tatsachen
Im Moment verhaftet
Wo all die Nebenwirkungen spürbar sind
Im Körper
Gewackel in den Gliedmaßen
Wie Gummi fühlst du dich
Unrast im Körper
Doch der Geist
Steht still
Kann nicht
Darf nicht
Weiter denken
Nicht
Am Himmel kreisen
Wird der Mikro-Moment kostbar
In dem du
Mitten beim Gehen
Die Nebenwirkungen vergisst
Und dass du Medikamente nimmst
Nur, weil der Körper
In genau diesem Mikro-Moment
Genau das macht
Was du willst

Verwandte Texte:
Vorgänger-Gedicht: Medikamente und Selbstliebe
Text: Das, was jetzt gerade ist

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Medikamente und Selbstliebe

graue Wolken

Wenn du die Sonne nicht mehr sehen kannst
Weil die Krücken dich binden auf mittlerer Höh´
Weder Berggipfel noch Talsohle kannst seh´n
Wenn die dampfschlafende Gräue dich umgibt
Als Nebelschwaden um dich schmiegt
Sind alle Eindrücke gedämpft
Egal, ob da dein Haupt gekränzt
Oder als Wurm du auf dem Boden dich windest
Weil du den Eigen-Sinn nicht mehr findest
Wenn die Stimmen von allen Seiten verhallen
Musst du hilflos im Hier und Jetzt verharren
Kannst das weinende Kind in dir bloß halten
Leise hoffen, dass Gott den Trost wird walten
Vielleicht auch die Zeit, das wachsende Moos
Wie findest du hier die Selbstliebe bloß?

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Das, was jetzt gerade ist

Nachthimmel

Sie ist wieder da, die Psychose. Kam ganz plötzlich dieses Mal, geradezu überfallartig über mich. Ich konnte nichts dagegen tun.

Besonders lyrisch ist sie nicht. Viel Geheule, Selbstzweifel, Zukunftsängste, Sorgen und Selbstvorwürfe, was das wohl alles auch mit meiner kleinen Familie macht. Dazwischen lichte Momente von Hoffnung und Lösungssuche. Das alles klingt eher nach Chaos.

Damit ich im Alltag mit meiner kleinen Sonne und meinem Mann einigermaßen funktionieren kann, muss ich wieder Medikamente nehmen. Ich hasse das. Die Nebenwirkungen sind zwar relativ gering im Gegensatz zu älteren Produkten, aber sie sind da und schränken meine Lebensqualität erheblich ein. Unruhe. Schreiben und ruhige, konzentrierte Arbeiten werden zu einem Kraftakt, einer unglaublichen Willensanstrengung. Schneide da mal einer Zweieinhalbjährigen die Fingernägel…

Schön ist was anderes.

Um nicht im Selbstmitleid unterzugehen, ist guter Rat teuer. Obwohl mir meine kleine Familie glücklicherweise Halt und Liebe gibt. Das anzunehmen fällt oft schwer. Warum? Weil die Selbstliebe in solchen Situationen leidet. Sie ist nur noch auf blankes Überleben programmiert und geht schnell in Abwehr, wenn da mehr kommt. Das ist also der Punkt, denke ich.

Wie kann ich in meiner Selbstliebe bleiben oder sie wiederfinden in all dem Morast?

Hatte ich vorhin „lyrisch“ gesagt? Mir fallen die 5 Rhythmen von Gabrielle Roth ein: Flowing, Staccato, Chaos, Lyrical, Stillness. Wenn man die schon einmal getanzt hat, dann merkt man schnell, was einem liegt, wo Vorlieben und Abneigungen sind. Und das Chaos war mir schon immer suspekt. Chaos ist auch eine Phase in der Kundalini-Meditation von Osho. Bei mehrmaliger Praxis verändert sich die Wahrnehmung. Man kann sich an Chaos ein Stück weit gewöhnen, habe ich gemerkt. Und wenn dann die Angst davor weicht, entsteht Raum für neue Wahrnehmungen. Zum Beispiel auch dafür, Vorteile, Angenehmes, die Schönheit im Chaos zu finden. Vielleicht lässt sich die lyrische Phase und alles andere erst dadurch besonders schätzen und genießen, weil es die Chaos-Phase gibt. Aber – ehrlich gesagt, meine Vorlieben liegen nicht in der Chaos-Phase. Und zu lange sollte sie auch nicht dauern.

Die Medikamente bringen immerhin wieder etwas Ruhe und Struktur. Nun kann ich kurz ausruhen und dann hoffentlich mit dem Nachspüren beginnen, was mich da so aus dem Tritt gebracht haben mag.

Wahrhaft schön ist was anderes.

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Einsamkeit aushalten

wellen

Unglaublich, diese Weite
Unheimlich leer und still
Nicht die nickenden Köpfe der Leute
Sondern Bläue in Hülle und Füll
Die Brust könnt sich endlos dehnen
Beim Atmen Zug um Zug
Keine Säule zum Anlehnen
So verschmelzen Meer und Bug
Und wird dir auch angst und bange
Bist immer noch das Schiff
Im Gedächtnis behalt dies lange
Dann umspülst du jedes Riff
Bist du deiner sicher
Gibt es keine Einsamkeit
Führt das Riff dich hierher
In die große All-Einheit

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Zwiegespräch

Weg-mit-Herz

Der Weg mit Herz soll ein leichter sein
So sagst du mir durch die Blume
Sagst mir damit, mein Weg fühlt sich schwer für dich an
Vielleicht sei ich noch auf der Suche

Doch ich kann dir verraten: mein Weg ist der leichteste
Von allen, die sich mir bieten
Alles andere wiegt viel, viel schwerer
Und bringt mir Unfrieden

Mag sein, dass mancher Weg für dich leichter aussieht
Oder einfach nur bequem?
Mein Herz weiß genau, wohin es strebt
Irgendwann wirst du das auch sehn

So kann ich dich nur drum bitten:
Hab auch du Vertrauen
In mir ist es schon fest verankert
Brauchst nur runter zu schauen

Vertrauen ist auf meine Brust tätowiert
Nun warte ich ganz gebannt
Mög es bald bei dir heimisch sein
Mein lieber, guter Verstand

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Gnade

marotte

Geborgen im Höheren Sein
Nachsehend die menschlichen Marotten
Aus tiefstem Herzen dein
Denn sie füllen alle inneren Grotten
Ergibst du dich mutig dem liebevollen Lichtschein

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Kundalini – die Kraft der Schlange

Kundalini-Schlange

Kundalini – das ist die Kraft der Schlange, die in jedem von uns schlummert und die uns mit ungeahnten Kräften und Fähigkeiten erfüllen kann. Wenn man vorbereitet ist…
Als ich zum ersten Mal von diesem Phänomen erfuhr und was es bedeutete, bin ich aus meiner Psychose-Wolke gefallen. Auch wenn ich innerlich das Gefühl hatte, dass in mir etwas Größeres und durchaus Gutes in Gang war, so war ich vorher insbesondere damit befasst, mich mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen. Denn so wurde ich in meinem Umfeld gesehen: als krank. War ich hauptsächlich dabei, mich selbst zu bemitleiden und mit dem Kranksein irgendwie ein Stück Lebensfreude zu haben, so rückte dieses Phänomen alles wieder gerade in mir. Nicht, dass die durchaus krankhaften Züge in mir völlig weggeblasen wären. Aber ein tiefes Verstehen und Staunen setzte ein. Ein „Ach-soooo-Gefühl“. Den Blick auf die Schätze zu werfen, die da in uns vorhanden sind, ist doch viel erfreulicher und sowieso auch effektiver. Zum Beispiel habe ich in der letzten Zeit viel über Chakras gelernt. Und dass viel Wahrheit in der Chakrenlehre steckt. Und ich hatte zuvor überhaupt keine Ahnung davon. Wirklich null…
Mehr zur Kundalini-Kraft erfahrt Ihr hier.

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Sandkastenfreunde

Dämmerung

Weißt du noch, wie Schneeflocken schmecken?
Weißt du noch, wie wir den Schnecken
Wohnzimmer bauten im Schuhkarton?
Nichts ist heut mehr übrig davon
Eine Erinnerung an Kindertage
Die ich alleine in mir trage
Niemand hier erzählt mehr von dir
Früh schon gingst du durch jene Tür
Ein Schweigen, wenn ich dich erwähne
Obwohl ich mich nach Worten sehne
Als ließe sich der Tod aussperren
Als könne man sich gegen ihn wehren
Weil er die Illusion zerstört
Dass unser Leben ewig währt
Du hast mir gezeigt, dass Chancen vergehen
Du hast mich gelehrt, das Hier und Jetzt zu sehen
Gut abzuwägen etwas aufzuschieben
Und nur umso mehr das Leben zu lieben

Danke, Heiko

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Veränderungen stehen an…

Ihr Lieben,

da ich es selber eher schätze, anstehende bekannte Veränderungen reflektieren und innerlich vorbereiten zu können, möchte ich auch Euch diese Möglichkeit geben.

Ich habe mir selber ein Geschenk gemacht: dieses Blog wird eine eigene Domain bekommen und umziehen.
Ich freue mich sehr darauf und möchte auch diese Vorfreude mit Euch teilen!

In ein paar Wochen ist es so weit. Auf das Ergebnis bin ich freudig gespannt und wie alles sich weiter entwickeln wird. 2017 kann kommen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Fürs Lesen, für alle Likes und Kommentare. Und Euch alles Gute wünschen für das vor der Tür stehende Jahr. Kommt gut rein und hindurch!

Alles Liebe, Christina