Eine sehr auf Äußeres bedachte Kollegin fasst es als Erste in Worte:
„Du siehst irgendwie anders aus. Warst du beim Friseur?“ – „Nein.“

„Hast du neue Ohrringe?“ – „Nein.“
„Hm, komisch.“
Irritiert macht sie sich wieder an die Arbeit.

Mein inneres Lächeln bahnt sich einen Weg in mein Gesicht. Mir dämmert, was sie meinen könnte… Es ist mein erster Arbeitstag nach einem sehr intensiven Ausbildungsmodul. Aus eigenen Beobachtungen weiß ich, dass die ganzheitlichen Selbsterfahrungsübungen, die wir dort durchführen, oft wie eine auch optisch wahrnehmbare Frischzellenkur wirken. Gesichter werden feinporiger, rosiger und glätten sich. Oftmals wird die gesamte Ausstrahlung heller, ganz abgesehen von der körperlichen Seite. – Das dürfte mittlerweile nichts ganz Neues mehr sein. Aber etwas sehr Neues gab es diesmal für mich. Ich habe meine Selbst-Heilung an ganz, ganz tief sitzenden Punkten gespürt und gesehen. Eine Art Verdichtung. Etwas hat sich zusammengefügt und eine klaffende Lücke endlich, endlich dauerhaft und stabil verschlossen. Das erfüllt mich mit einem Frieden, wie ich ihn noch nie verspürt habe.

Ich schaue auf meine Finger. Sie sind nicht mehr durchscheinend. Als wäre der Beam-Vorgang abgeschlossen und mein Körper vollständig materialisiert auf diesem Planeten. Scotty hat gute Arbeit geleistet.

Ich bin angekommen. Endlich kann ich mit den anderen spielen gehen ohne Angst vor den frechen Kindern am anderen Ende der Straße, vor denen meine Eltern mich immer gewarnt haben.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.